Emil Leemann (1889–1939)

 

Ein begnadeter Bootsbauer am Pfäffikersee

Emil Leemann, geboren 1889 als Sohn des Hecht-Wirtes zu Pfäffikon ZH, lernte bei Treichler in Zürich und Kilchberg (heute Boesch) das Metier des Bootsbauers und richtete um 1909/10 in Pfäffikon ZH – wohl mit Hilfe seines Vaters – eine eigene Bootswerft ein.

1910/11 erbaute er den HECHT als einfaches Motorboot für den geplanten Liniendienst auf dem Pfäffikersee.

1911/12 entstand ANNIE, ein Pläsierboot für den Zugersee.

1914 verbrachte er einige Zeit in Hamburg, um sich weiter auszubilden.

Emil Leemann betrieb den Bootsbau in Pfäffikon in seiner Werkstatt an der Stoglenstrasse und baute in den 1920er Jahren ein Wohnhaus an die Werkstatt. Gleichzeitig vermietete Leemann Ruderboote, die an über 30 Stickeln (wie heute noch) im See vertäut waren. Mit eigenen Motorbooten führte er Gesellschaftsfahrten aus.

Seine besondere Passion waren Renn-Motorboote. Er verunglückte anlässlich einer Probefahrt mit einem Renn-Motorboot im Jahr 1939 tödlich. Seine Werft ging in Konkurs, wurde von der Gemeinde Pfäffikon erworben und dann an seinen früheren Lehrling, Willy Schaufelberger, vermietet. Schaufelberger führte die Bootsvermietung weiter und baute weiterhin Ruderboote.

 

Emil Leemann in seinem Büro
Wohnhaus und Werft
Motorboot GRIMSEL auf dem Grimselstausee um 1930
Rennmotorboot ELP (Emil Leemann Pfäffikon) auf dem Bodensee